Das Thema Plastik ist in aller Munde und dessen Vermeidung. Der LandFrauen Bezirk Freiburg organisierte einen Vortrag

„Kann die Biene helfen, Plastikmüll vermeiden?“, der in Gottenheim stattfand.

Ann-Sophie Rupp, Studentin der Marinen Umweltwissenschaften an der Universität Oldenburg, erklärte die Zusammenhänge von Meer und Plastik, deren Auswirkungen auf die Meerestiere und letztlich auf unseren Fisch auf dem Teller. Die begeisternde Rednerin zeigte an sehr ausdrucksstarken Bildern was Plastikverschmutzung in der Welt bedeutet und ausmacht. Wenn wir weiter Urlaub am sauberen Strand genießen möchten, ist ein gesellschaftliches Umdenken höchste Zeit. Aufräumaktionen, die betitelten clean Aktionen, sind frustrierend und demotivierend für alle Helfer, wenn der gereinigte Strand am nächsten Tag wieder genauso aussieht wie vor dem Müllsammeln. Es gibt zuviel Müll im Meer, es gibt zuviel Schiffsunglücke, deren Verursacher nicht wirklich zur Rechenschaft gezogen werden. Zuviele, wie so oft, verdienen ziemlich gut an diesem System. Verantwortungslosigkeit und Gedankenlosigkeit zerstören den Lebensraum Meer. Die Tierwelt leidet besonders, da Schildkröten z.b. den Unterschied zwischen einer Plastiktüte und einer Qualle als Nahrung nicht erkennen.

Ebenso gibt es schreckliche Missbildungen von Meerestieren, denen durch Fangnetze oder Plastikmüll zb. SixpackRinge einfach mitwachsen.

Die Zukunft der Fischerei vertiefte Ann-Sophie Rupp beeindruckend deutlich. Der Fischbestand ist zu gering. Wir sollten nicht mehr als 160gr. Fisch wöchentlich verzehren. Dies wäre die Umsetzung von Nachhaltigkeit und die tradtionellen Fangmethoden.

Was der Mensch dem Meer und dessen Bewohnern zumutet, war anhand des Tods eines schwangeren Pottwals sichtbar, der mit 30 Tonnen Plastikmüll im Bauchraum nicht überlebte. Untersuchungen ergaben, dass der älteste Plastikanteil in seinem Mageninhalt mindestens 20Jahre alt war. Unser Einkaufsverhalten trägt viel zur Plastikvermeidung bei, ein kleiner „Greta“ Effekt würde uns allen gut tun! Nachdenken! Gibt es eine Produktalternative im Glas, kann ich selbst zubereiten um Müll einzusparen, kaufe ich in einem anderen Lebensmittelgeschäft ein?

Wir Verbraucher entscheiden - wir sollten uns dessen bewusst sein.

LandFrauen sind in vielen Bereichen hierbei unterstützend, es gibt Vorträge zum Herstellen von Kosmetik/Haushaltsprodukten, Hintergrundwissen fürs selber kochen, unsere Agrarbotschafterinnen stehen in direktem Kontakt mit Verbrauchern. Gemeinsam mit unserem Bildungs- und Sozialwerk des LandFrauenverband Südbaden e.V. haben wir uns das Thema Plastik vermeiden zur Aufgabe gemacht.


Foto: Marianne Ambs